18.10.2022Nicht noch eine Versicherung!

Warum beim Pflegerisiko der Schuh drückt.

Unsere Gesellschaft altert – und mit dieser Alterung kommen zunehmend mehr Menschen in Lebensphasen, in denen sie auf Hilfe von außen angewiesen sind. Fast jeder zweite Mann und zwei von drei Frauen werden im Laufe ihres Lebens pflegebedürftig – und für viele von ihnen kann dies zur Bedrohung der finanziellen Existenz werden.

Tritt der schlimmste Fall ein – die stationäre Unterbringung – so müssen inzwischen Kosten von bis zu 3.000 EUR mtl. gestemmt werden. Ohne Taschengeld.

(Wer sich in seiner Umgebung mal informieren will, kann dies hier tun: “https://aok.de”.)

Ohne Taschengeld!?

Tatsächlich! Der Autor dieser Zeilen hat vor einigen Jahren mit den Betreibern ambulanter und stationärer Pflegeeinrichtungen gesprochen und dabei den Hinweis bekommen, dass jenseits von pflegerischen Leistungen und Unterbringung Frisör, Fußpflege und Zeitschriftenabo nicht zum Leistungsumfang der Einrichtung gehören. Der finanzielle Bedarf geht also über die reine Pflege noch hinaus.

Wie kann man sich gegen das finanzielle Risiko absichern?

  1. Wir sind zunächst große Freunde einer mehr als auskömmlichen Altersvorsorge! Wer rechtzeitig und in geeignetem Maße Geld für seinen Ruhestand zurücklegt, sollte das Risiko größtenteils abgefedert haben. Wichtig ist hier, ab spätestens Mitte 40 in einer Ruhestandsplanung reinen Tisch zu machen und zu prüfen, ob die gebotenen Summen realistisch zu erreichen sind – natürlich unter Berücksichtigung vorhandener staatlicher, betrieblicher und privater Vorsorgen.
  2. Private Pflegeversicherungen: Das gute, alte Versicherungsprinzip im Kollektiv erleichtert einiges – 2.000 EUR mtl. Pflegevorsorge mit Mitte 40 abzusichern, ist noch erschwinglich. Innerhalb von 20 Jahren 2.000 EUR mtl. Zusatzrente aufzubauen, dagegen nicht. Wer nicht pflegebedürftig wird, hat von seinem Einsatz allerdings auch nichts – das Prinzip Risikoversicherung!
  3. Der Staat – wir haben weiterhin ein Sozialstaatsprinzip, in dem niemand völlig im Regen stehen gelassen wird. Allerdings verliert man in staatlicher Obhut die Selbstbestimmung und auch jeden Schutz vorhandener Vermögenswerte, die durchaus eingesetzt werden müssen. Auch Angehörige können, allerdings erst ab bestimmten Einkommenshöhen, vom Staat zur Kasse gebeten werden.

Lassen Sie sich beraten!

Die Zahlen sprechen für sich – sowohl das Risiko der Pflegebedürftigkeit, als auch der monetäre Einsatz. Unter dem Strich kommen wir somit zu dem Schluss, dass wir vor der finanziellen Gefahr der Pflegebedürftigkeit auf jeden Fall immer wieder warnen müssen. Herzlich gerne beraten wir Sie natürlich auch dazu.

Telefon: 0441 9252-0

E-Mail: info@schnitger-makler.de

Anschrift: Rosenstraße 48
26122 Oldenburg