22.04.2021Blog aus der Zukunft - BU für Schüler*innen

„Ich hatte ja nichts.“ – Ein Satz, den die Zukunftsagenten im Bereich der Berufsunfähigkeits- und Kranken(zusatz)versicherung fürchten. Denn bei genauer Nachfrage ergeben sich dann meistens doch Erkrankungen und Diagnosen in der Vergangenheit, die die Versicherbarkeit erschweren oder sogar verhindern können.

„Tja, zu Beginn war das nicht mein Satz. Schließlich haben meine Eltern schon dafür gesorgt, dass ich mit 16 eine Berufsunfähigkeitsversicherung habe. Da war ich noch jung und fit und hatte praktisch seit Jahren keinen Arzt gesehen. Ich war natürlich noch Schüler und habe mich Nullkommanull dafür interessiert. Aber meine Eltern haben es ja auch bezahlt…“, erinnert sich Lennart, heute 33 und Softwareentwickler in Oldenburg.

Erster Job, erste Probleme

„Irgendwann zum Studienende, ich hatte gerade erste Bewerbungsgespräche geführt, haben mir meine Eltern die Versicherung dann wieder ins Gedächtnis gerufen. Mit der Ankündigung, dass ich sie dann bezahlen soll, habe ich mich dann überhaupt mal damit befasst. Und war irgendwie erst einmal gar nicht begeistert, denn das kostet ja Geld! Aber der Berufseinstieg war natürlich ein guter Grund, sich mal mit verschiedenen Themen auseinanderzusetzen, und so lernte ich den Zukunftsagenten meiner Eltern dann auch mal kennen und sprach mit ihm neben der Berufsunfähigkeitsversicherung noch über andere Themen aus den Bereichen Vorsorgen und Versichern, die spätestens zum Berufseintritt wichtig werden“.

„Lennart war klassisch jung und unverwüstlich. Ein typischer Mir-passiert-schon-nichts-Kunde“, erinnert sich sein Zukunftsagent schmunzelnd. „Da wir aber frühzeitig einen sehr guten und mitwachsenden Versicherungsschutz aufgebaut haben, mussten wir fast nichts verändern. Fast nichts heißt, dass wir die versicherte Berufsunfähigkeitsrente nach Ende des Studiums planmäßig ohne neue Gesundheitsprüfung erhöhen konnten. Und so war dann auch Lennart einverstanden. Zum Glück!“ Lennart erinnert sich: „Ja, Glück bzw. gut, dass meine Eltern frühzeitig auf so etwas geachtet haben! Im Beruf ging es gleich ganz ordentlich zur Sache und bei meinem ersten Arbeitgeber blieb ich nicht lange. Das Arbeitsklima war mies – und meine Laune dann auch. So mies, dass mein Arzt mich vier Wochen krankgeschrieben hat. Dazu hatte ich mir schon im Stress der Abschlussphase des Studiums einiges angefuttert, was damals noch mehr wurde… Nach Arbeitgeberwechsel und ein paar Veränderungen der Gewohnheiten wurde dann schnell alles besser. Doch im Rahmen unserer Hausfinanzierung wurde mir dann erst klar, wie wesentlich die Berufsunfähigkeitsversicherung ist.“

Haus + Familie = alles fertig?

Sein Zukunftsagent ergänzt: „Ja, das war wiederum ganz klassisch und auch das haben wir hunderte Male erlebt. Lennarts Frau wurde schwanger, sie wollten ein Eigenheim – und beim Absicherungskonzept stellen sich dann Fragen. Lennarts Frau war noch nicht versichert, das ließ sich aufgrund ihres einwandfreien Gesundheitszustands aber problemlos lösen. Bei Lennart selbst waren wir froh, dass wir schon frühzeitig die Möglichkeiten einer sehr guten Berufsunfähigkeitsversicherung genutzt hatten. Denn mit seinem damaligen Gesundheitszustand wären wir am Markt kaum noch was bzw. nur mit Einschränkungen was geworden. In der Arztakte stand schließlich ein so böses Wort wie Belastungssituation mit einer längeren Krankschreibung. Und das Gewicht war damals auch grenzwertig hoch. Aber durch die frühzeitige Absicherung fiel Lennart das Thema nicht auf die Füße! Und mit dem Bau des Eigenheims konnten wir erneut eine Erhöhungsoption ohne Gesundheitsprüfung nutzen.“

Die Geschichte von Lennart zeigt: Eine Lösung zur Umgehung von Versicherungslücken ist es, diese möglichst früh und vorausschauend zu schließen. Denn in den meisten – leider aber nicht in allen Fällen! – sind junge Menschen gesünder. Und deswegen ist es sinnvoll, eine Berufsunfähigkeitsversicherung auch – und gerade! – schon für Schüler*innen abzuschließen.

Dafür sprechen einige Punkte:

  • Wer jung ist, hat im Regelfall einen guten Gesundheitszustand und sollte dies nutzen und sich problemlos absichern. Das Beispiel Lennart zeigt, wie wichtig das sein kann. Die umfangreichen und tiefgehenden Antragsfragen der Berufsunfähigkeitsversicherung sind nicht zu unterschätzen.
  • Wer jung ist, zahlt vergleichsweise geringe Beiträge. Wer früher anfängt, zahlt natürlich länger ein. Allerdings ist in den allermeisten Konstellationen in Summe dennoch weniger zu bezahlen. Früherer Schutz zu günstigeren Konditionen? Ein fairer Deal, wie wir finden.
  • Nach der Schule in einen handwerklichen Beruf? Bitte nicht ohne Berufsunfähigkeitsversicherung schon als Schüler*in! Die Berufsgruppen, nach denen die Berufsunfähigkeitsversicherung kalkuliert, sind inzwischen sehr breit gefächert. Mit Studium und Schreibtischjob ist es günstig – die Beiträge für handwerkliche Berufe erreichen aber schwindelerregende Höhen. Eltern, passt bitte auf Eure Kinder auf!

Die Versicherungswirtschaft hat das Thema für sich entdeckt und bietet inzwischen viele verschiedene Lösungen an. Dadurch hat man dann frühzeitig die Grundlage für einen langfristigen und mitwachsenden Versicherungsschutz gelegt:

  • Spätere Erhöhungen sind, wie auch bei Lennart, ohne erneute Gesundheitsprüfung möglich, der Versicherungsschutz kann erhöht werden und wächst zusätzlich durch eine jährliche Dynamik mit. Viele Versicherer bieten ab Beginn eine mtl. Berufsunfähigkeitsrente von 1.500 EUR an.
  • Die Berufsgruppe Schüler*innen ist, wie schon geschrieben, im Vergleich zu vielen handwerklichen Berufen günstiger. Bei einigen Versicherern wird nach Ende der Schullaufbahn NICHT auf einen neuen Beruf geprüft. Wer also während der Schulzeit versichert wird, sichert sich diese günstige Berufsgruppe für die gesamte Vertragslaufzeit. Und hat bei einigen Versicherern gleichzeitig eine Besserstellungsgarantie, z.B. bei Aufnahme eine Studiums oder eines entsprechenden Berufs.
  • Erhöhungen sind, je nach Versicherer, ereignisunabhängig (zum Beispiel in den ersten fünf Jahren der Vertragslaufzeit) oder ereignisabhängig möglich. Zu diesen Ereignissen gehören: Abschluss einer Ausbildung/eines Studiums, Hochzeit, Geburt eines Kindes, Immobilienerwerb und einige weitere.
  • ACHTUNG: Die meisten Versicherer werben inzwischen damit, dass spätere Erhöhungen ohne erneute Gesundheitsprüfung möglich sind. Aber viele führen dennoch eine Risikoprüfung durch. Risikoprüfung bedeutet, dass nach einem neuen Berufsbild oder der Aufnahme neuer Hobbies gefragt wird. Wer nach Ende der Schullaufbahn als Fliesenleger*in den Versicherungsschutz erhöhen möchte, kann dies dann nur zu den für den neuen Beruf deutlich teureren Bedingungen. Zudem kann es Risikozuschläge geben, wenn inzwischen ein gefährliches Hobby ausgeübt wird.
  • Was auch beachtet werden sollte: Kurz vor Ende der Schullaufbahn zeichnet sich ja (hoffentlich) der weitere Weg schon einigermaßen ab. Steht eine Beamtenlaufbahn zur Debatte, sollte eine Versicherung ausgewählt werden, die über eine Dienstunfähigkeitsversicherung (oft auch Beamtenklausel genannt) verfügt. Und auch hier muss weiter differenziert werden – geht es in die Verwaltung oder zur Polizei? Je nach Beruf eignet sich mal der eine, mal der andere Versicherer mehr.
  • War da nicht was mit Schulunfähigkeit? Es passiert zwar selten, aber es kommt vor, dass auch ganz junge Menschen aus gesundheitlichen Gründen länger ausfallen und die Schule nicht mehr besuchen können. Auch die Schulunfähigkeit ist in den Versicherungsbedingungen definiert – und natürlich gibt es auch hier erhebliche Unterschiede zwischen den Anbietern.

Wie zu sehen war, ist aus vielen guten Gründen eine Berufsunfähigkeitsversicherung für die eigenen Kinder schon während der Schulzeit eine hervorragende Idee. Dabei muss natürlich die Konzeption passen. Viele Dinge im weiteren Weg der Kinder sind absehbar und können frühzeitig mit bedacht werden. So gelingt frühzeitig ein perfekt angepasster und mitwachsender Versicherungsschutz.

„Und ich bin das beste Beispiel“, so Familienvater und Häuslebauer Lennart abschließend „wie wichtig frühzeitige Maßnahmen sind!“

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